Grundschule Bornheim-Hersel

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Inklusion

Seit dem Schuljahr 1996/ 97 hatte sich die Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule bereits bereit erklärt, Kinder mit Lernbeeinträchtigungen in den Grundschulunterricht aufzunehmen. War die Aufnahme zum damaligen Zeitpunkt an bestimmte Bedingungen geknüpft (Integration), so hat sich die Aufnahmepraxis in Nordrhein-Westfalen mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz grundlegend gewandelt. Das Gesetz tritt am 01. August 2014 in Kraft.

In Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen wird der gemeinsame Unterricht von Menschen mit und ohne Behinderung als Regelfall im Schulgesetz von NRW verankert:

"Die Schule fördert die vorurteilsfreie Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung. In der Schule werden sie in der Regel gemeinsam unterrichtet und erzogen (inklusive Bildung). Schülerinnen und Schüler, die auf sonderpädagogische Unterstützung angewiesen sind, werden nach ihrem individuellen Bedarf besonders gefördert, um ihnen ein möglichst hohes Maß an schulischer und beruflicher Eingliederung, gesellschaftlicher Teilhabe und selbstständiger Lebensgestaltung zu ermöglichen." (§ 2 Absatz 5 neu; S. 12)
Der Ausbau von Angeboten des Gemeinsamen Lernens zu einem inklusiven Schulsystem soll schrittweise erfolgen.

Da der Unterricht grundsätzlich in allen Klassen leistungsmäßig differenziert durchgeführt wird, hat kein Kind der Klasse einen Nachteil. Weder werden die beeinträchtigten Kinder überfordert, noch die anderen unterfordert. Jedem Kind werden die Leistungen abverlangt, die es erbringen kann, und es wird zu den Zielen geführt, die seinem Leistungsniveau entsprechen.

Die Herseler-Werth-Schule verfügt nun über viele Jahre Erfahrung im Umgang mit Kindern mit Beeiträchtigungen. Sie hat sich dieser Aufgabe gerne und bereitwillig gestellt und wird sich auch in Zukunft dieser Aufgabe gewissenhaft annehmen. Da wir schon immer inklusiv gedacht und entsprechend gehandelt haben, stehen wir durch die Schulrechtsänderung vor keinen neuen Herausforderungen. Wir waren immer bereit und sind selbstverständlich weiterhin bereit, jedem Kind zu helfen. Wir sind uns aber auch nach wie vor darüber bewusst, dass wir nicht jedem Kind optimal helfen können und der Besuch einer Förderschule je nach dem Grad der Beeinträchtigung sinnvoller sein kann. Fast immer haben die betroffenen Eltern die Grenzen der Förderung erkannt und entsprechende Wünsche gegenüber dem Schulamt geäußert.

Ab dem Schuljahr 2012/ 2013 haben wir damit begonnen, die Integration (Besonderheit) zur Inklusion (Normalität) weiterzuentwickeln. In welche Richtung wir wollen, erfahren Sie auf der Unterseite "Von der Integration zur Inklusion".

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