Grundschule Bornheim-Hersel

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Stadtjugendring Bornheim

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Aufnahme mit Förderbedarf

Gemäß dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz hat jedes Kind ab dem 01.08.2014 ein grundsätzliches Recht, in eine Grundschule aufgenommen zu werden. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob das Kind einen sonderpädagogischen Förderbedarf hat oder nicht.

Bereits bei der Anmeldung werden die Eltern gebeten, die Schulleitung auf einen besonderen Förderbedarf ihres Kindes hinzuweisen. Da alle Kinder bereits im November des Vorjahres auf die Ausprägung ihrer Schulfähigkeit hin überprüft werden (Unterrichtsspiel), fällt ein ausgeprägter Förderbedarf bereits dann auf.

Nachdem die Ergebnisse des Unterrichtsspiels ausgewertet worden sind, werden die Eltern des betroffenen Kindes zu Beratungen in die Schule eingeladen: Hat das Kind evtl. einen sonderpädagogischen Förderbedarf? Bei Auffälligkeiten im Förderbereichen LE kann die Schule vor dem Schuleintritt keine Maßnahmen zur Überprüfung auf sonderpädagogischen Förderbedarf gemäß AO-SF (Ausbildungsordnung sonderpädagogischer Förerbedarf) einleiten, da jedes Kind das Recht hat, in der Schuleingangsphase bei Bedarf drei Jahre verweilen zu dürfen. In weniger ausgeprägten Fällen erhofft man sich eine Hilfe durch das Einräumen von mehr Zeit im Schuleingang.

Wenn die Eltern die Entwicklung des Kindes abwarten wollen, kann die Schule im Rahmen der AO-SF erst wieder tätig werden, wenn die Versetzung nach Klasse 3 auch nach drei Jahren Verweildauer in der Schuleingangsphase nicht möglich ist. Spätestens dann wird die Schule von sich aus ein Verfahren nach AO-SF zur Überprüfung auf sonderpädagogischen Förderbedarf einleiten müssen. So weit kommt es allerdings nur in den seltesten Fällen, da die Eltern sehr sensibel die Lernentwicklung ihres Kindes begleiten und ausgeprägte Schwierigkleiten registrieren.

Im Gegensatz zur Schule haben Eltern das Recht, zu jedem von ihnen für sinnvoll erachteten Zeitpunkt eine Überprüfung auf sonderpädagogischen Förderbedarf zu beantragen. Die Überprüfung erfolgt allerdings zu festgesetzten Terminen im Schuljahr. So können Eltern auch vor dem Schuleintritt eine Überprüfung beantragen. Sie müssen dann allerdings schlüssig nachweisen, wie sie zu der Erkenntnis gekommen sind, dass ihr Kind einen sonderpädagogischen Förderbedarf hat. Meist können dann z.B. Arztberichte oder Förderberichte einer Kindestagesstätte vorgelegt werden.

Zusammenfassend: Bewegt sich der evtl. Förderbedarf im Bereich der Lern- und Entwicklungstörungen, wird das Kind zunächst vorbehaltlos in die Grundschule aufgenommen.

Bei allen anderen Förderbereichen erfolgt vor dem Schuleintritt die Einleitung eines Verfahrens gemäß AO-SF.

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