Grundschule Bornheim-Hersel

Ich such was

______________________


 

 

Stadtjugendring Bornheim

 Jeder Einkauf bringt Geld.

AO-SF-Antrag

In Bornheim wurde  mit Beginn  des Schuljahres 2010/ 2011 ein Kompetenzzentrum sonderpädagogische Förderung (KsF) eingerichtet. Die Leitung obliegt der Verbundschule in Bornheim-Uedorf (Förderschule mit den Förderschwerpunkten "Lernentwicklung" (LE) und "Sprachentwcklung" (SQ).)

Das nachfolgend beschriebene Verfahren wird auch unter den Bedingugen eines KsF durchgeführt, das Schulamt aber entscheidet nur noch bei zieldifferenter Förderung z.B. bei Störungen in der Lernentwicklung (LE) oder in der geistigen Entwicklung (GE). Bei zielgleicher Förderung wie z.B. bei der Sprachentwicklung (SQ) oder der emtional-sozialen Entwicklung (SE) wird die Entscheidung über einen sonderpädagogischen Förderbedarf vor Ort im KsF getroffen.

 

Das Verfahren nach AO-SF (Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung)

Bevor einem Kind ein sonderpädagogischer Förderbedarf zuerkannt werden kann, muss ein begründeter Verdacht auf eine gravierende Beeinträchtigung vorliegen.

1. Schritt: Hinweise auf einen sonderpädagogischen Förderbedarf

Möglichkleit A: Hinweise durch die Eltern

Die Eltern weisen den Schulleiter bei der Anmeldung auf die Beeinträchtigung hin.

Möglichkeit B: Ergebnisse aus der Schuleingangsüberprüfung

Die Möglichkeit einer gravierenden Beeinträchtigung wird bei der Schuleingangsüberprüfung deutlich. Der Schulleiter berät mit den Eltern über die Beobachtungen.

Besteht bei A wie auch bei B die Möglichkeit, dass die Beeinträchtigungen so schwerwiegend sind, dass ein sonderpädagogischer Förderbedarf vorliegt, wird ein Verfahren nach AO-SF eingeleitet.

Möglichkeit C: Unterrichtsbeobachtungen

Nach der Einschulung bemerkt die Klassenlehrerin im Laufe der Zeit gravierende Auffälligkeiten im Arbeits-, Sozial- oder Lernverhalten. Sie veranlasst eine schulinterne intensive Förderdiagnose und berät mit den Eltern über die Beobachtungen. Wenn die Förderdiagnose die gravierenden Beeinträchtigungen im Arbeits-, Sozial- oder Lernverhalten bestätigt, kann ein Verfahren nach AO-SF eingeleitet werden. In jedem Fall aber werden als erste Maßnahmen aus der Förderdiagnose abgeleitete Förderpläne entwickelt. Diese Förderpläne bilden die Basis erster intensiver Fördermaßnahmen.

2. Schritt: Die Antragstellung

Ist die Möglichkeit eines sonderpädagogischen Förderbedarfes hinreichend begründbar, wird ein Antrag auf Überprüfung eines Sonderpädagogischen Förderbedarfes gestellt. Der Antragstellung dient das Formular “Antrag auf Eröffnung eines Verfahrens zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfes und Bestimmung des schulischen Förderortes”. Dieses Formular muss in den einzelnen Bereichen von der Schule aussagekräftig ausgefüllt werden. Anschließend wird es zusammen mit evtl. Anlagen z.B. Arztberichten an das Schulamt für den Rhein-Sieg-Kreis in Siegburg gesandt.

Seit dem 01.08.2013 können nur noch die Eltern einen Antrag bei der Anmeldung - also vor dem Schuleintritt - stellen. Wenn sich im Verlaufe der Schulzeit der Verdacht auf einen sonderpädagogischen Förderbedarf ergibt, kann auch die Schule einen Antrag stellen. Im Bereich Lern- und Entwicklungstörungen (Lernen, Sprache, Emotinalität-Sozialität) soll das Kind zunächst die Gelegenheit haben, die dreijährige Schuleingangsphase zu nutzen, ehe ein Antrag gestellt wird. Diese Regelung betrifft in erster Linie die Schule, Eltern können jederzeit einen Antrag stellen.

3. Schritt: Die Prüfung des Antrages

Der ausgefüllte und evtl. mit Anlagen (z.B. Arztberichte/ Förderdiagnoseplan/ Förderpläne/ Fördertagebuch/ Zeugnisse/ Schülerdokumente) versehene Antrag wird an das Schulamt für den Rhein-Sieg-Kreis weitergeleitet. Ein Schulaufsichtsbeamter prüft, ob aus dem Antrag deutliche Anzeichen für einen sonderpädagogischen Förderbedarf hervorgehen. Ist das der Fall, wird das Verfahren eröffnet.

4. Schritt: Die Eröffnung des Verfahrens

Das Schulamt beauftragt eine Sonderpädagogin und eine Grundschullehrerin das Kind auf einen sonderpädagogischen Förderbedarf hin zu überprüfen. Beide Lehrerinnen nehmen gleichberechtigt an allen Teilen des Verfahrens teil.

5. Schritt: Die Überprüfung

Die Überprüfung durch die beiden Lehrerinnen umfasst folgende Teile:

   I. Gespräch mit den Eltern

Die Eltern werden gebeten, Auskunft über die Entwicklung des Kindes von der Schwangerschaft bis zum Überprüfungstermin zu geben.

  IIa. Gespräch mit den Erzieherinnen im Kindergarten/ der Lehrerin

Die Erzieherinnen werden gebeten, über die Entwicklung des Kindes im Verlaufe der Kindergartenzeit zu berichten. Um diesen Bericht wird allerdings nur dann gebeten, wenn die Einschulung des Kindes noch bevorsteht.

   IIb. Gespräch mit der Lehrerin

Die Lehrerin wird gebeten, über die Entwicklung des Kindes im Verlaufe der Schulzeitzeit zu berichten.

   III. Überprüfung des Kindes

Die Überprüfung erfolgt im Kindergarten (bei noch nicht eingeschulten Kindern) bzw. in der Schule. Ein wesentlicher Bestandteil der Überprüfung ist die Beobachtung des Kindes in der Kindergartengruppe bzw. in der Schulklasse. Anschließend werden mit dem Kind spezielle Testverfahren durchgeführt. Es kommen die Testverfahren zum Einsatz, die aussagekräftige Informationen über die vermutete Beeinträchtigung liefern können.

   IV. schulärztliche Untersuchung

Fester Bestandteil der Überprüfung ist eine schulärztliche Untersuchung. Diese Untersuchung bezieht sich weitestgehend auf die körperliche Verfassung des Kindes. Die Schulärztin fertigt über das Untersuchungsergebnis einen Bericht an. Dieser Bericht wird zusammen mit dem Pädagogischen Gutachten dem Schulamt vorgelegt.

6. Schritt: Das Gutachten

Auf der Basis der im Verfahren erhobenen Daten erstellen die beauftragten Lehrerinnen ein Gutachten. Dieses Gutachten endet mit einer Aufstellung des Förderbedarfes, der Förderbedingungen und der Förderempfehlungen.

Die Gutachter laden die Eltern zu einem Gespräche ein und teilen Ihnen das Ergebnis des Gutachtens mit.

Das Gutachten wird einschließlich aller Anlagen dem Schulamt zugeleitet.

7. Schritt: Das Elterngespräch

Bevor der Schulaufsichtsbeamte die Entscheidung trifft, führt er ein Beratungsgespräch mit den Eltern. Dieses Gespräch bekommt eine besondere Bedeutung, wenn der Wunsch der Eltern nach einem bestimmten Förderort nicht erfüllt werden kann.

8. Schritt: Die Entscheidung

Der Schulaufsichtsbeamte entscheidet auf der Basis des Gutachtens und der Anlagen über den sonderpädagogischen Förderbedarf und den Förderort.

9. Schritt: Der Bescheid

Im Bescheid an die Eltern (mit Durchschrift an die Schule) legt der Schulaufsichtsbeamte fest, welcher Förderbedarf vorliegt und welchen Förderort er für geeignet hält. Wünschen die Eltern den Besuch der Sonderschule, entspricht der Bescheid im Normalfall dem Wunsch der Eltern. Wünschen die Eltern das Gemeinsame Lernen (GL), und kommt der Schulaufsichtsbeamte zu der Entscheidung, dass auch das GL als Förderort geeignet ist, enthält der Bescheid alternativ zwei Förderorte: eine Sonderschule oder eine Grundschule mit GL.

10. Schritt: Die Anmeldung am Förderort

Mit dem Bescheid erhalten die Eltern die Aufforderung, ihr Kind an einem im Bescheid genannten Förderort anzumelden. Wird das Kind bereits an einer Schule mit GL unterrichtet, das GL ist als Förderort geeignet und die Eltern wünschen das GL, so erübrigt sich die Anmeldung. Da in vielen Schulen aber pro Jahrgang meist nur eine Klasse mit GL eingerichtet ist, muss das Kind möglicherweise die Klasse wechseln. Ist die Förderschule der einzig geeignete Förderort, müssen die Eltern ihr Kind dort umgehend anmelden.
Seit der Umstellung auf die Inklusion ist ein Klassenwechsel in der Herseler-Werth-Schule nicht mehr erforderlich. Jede Klasse bietet das GL an.

guetesiegel