Grundschule Bornheim-Hersel

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Aufnahmekriterien

Die Umsetzung der Inklusion - die angestrebte Normalität - wird sich sicherlich erst in einigen Jahren vollständig umsetzen lassen. Die derzeit an den meisten Schulen herrschenden Bedingungen ermöglichen noch keine flächendeckende Inklusion. Insofern wird es auch in Zukunft Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus anderen Schulbezirken geben, die die Herseler-Werth-Schule besuchen sollen. Eine Aufnahme ist grundsätzlich möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

1. Bescheid über den Förderort
Im Bescheid über den geeigneten Förderort muss grundsätzlich auch die Regelschule genannt sein. Das ist in den meisten Bescheiden heute der Fall. Nur in seltenen Ausnahmen wird meist in enger Abstimmung mit den Eltern nur eine Förderschule als einzig geigneter Förderort genannt.

2. Ressourcen
In der Herseler-Werth-Schule ist jedes Kind mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf willkommen. Vor der Aufnahme wird geprüft, welche Ressourcen das Kind benötigt und wie diese Ressourcen bereit gestellt werden können. Die Schulleitung wird sich gemeinsam mit den Eltern dafür einsetzen, dass die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Ist es trotz bester Anstrengungen nicht möglich, alle erforderlichen Ressourcen zu erhalten, muss mit den Eltern darüber beraten werden, ob sie die zur Verfügung stehenden Ressourcen für ausreichend halten bzw. willentlich auf weitere verzichten wollen. In diesem Fall erklären sich die Eltern damit einverstanden, dass die Förderung zum derzeitigen Zeitpunkt nicht optimal erfolgen kann. Die Schule ihrerseits wird die Förderung unter nicht optimalen Bedingungen so lange durchführen, wie sie das dem Kind bzw. den anderen Kindern gegenüber verantworten kann.

3. Fahrtkosten
Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben evtl. Anspruch auf Fahrtkosten. Das ist insbesondere dann zu prüfen, wenn das Kind nicht im Einzugsbereich der Herseler-Werth-Schule wohnt. Die Aufnahme wird erschwert, wenn das Kind im Bereich eines anderen Schulträgers (z.B. Bonn oder Alfter) wohnt. Der Schulträger Bornheim wird für ein solches Kind keinesfalls Fahrtkosten übernehmen. Die Aufnahme dieses Kindes ist nur dann möglich, wenn entweder kein Fahrtkostenanspruch besteht oder der eigene Schulträger die Übernahme schriftlich zugesichert hat. Eine Verzichtserklärung der Eltern reicht nicht aus. Die Übernahme der Fahrtkosten durch den Schulträger wird erleichtert, wenn die Eltern das Kind selbst bringen können und dafür eine Kilometerpauschale erhalten. Die Kosten, die dem Schulträger in diesem Fall entstehen, sind überschaubar.

4. Kapazitätsgrenzen
Unter den Bedingungen der Inkluison kann eigentlich nicht mehr von Kapazitätsgrenzen gesprochen werden. Gemäß UN-Konvention hat jedes Kind Anspruch auf eine Beschulung in der Grundschule seines Wohnumfeldes. Mit wachsender Kinderzahl steigen natürlich auch die Anforderungen an die Kapazitäten der sonderpädagogischen Fachkräfte, d.h. je mehr Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf an einer Schule unterrichtet werden sollen, umso mehr sonderpädagogische Fachkräfte und evtl. Schulbegleiter werden benötigt. Solange deren Zahl aber nicht den Erfordernissen angepasst werden kann, wird es zwangsläufig Aufnahmebeschränkungen geben.
Um die Kapazitätsgrenze zu ermitteln, muss daher vorübergehend noch das bisher gängige Berechnungsmittel angewandt werden:
Ja nach Förderschwerpunkt wird einem Kind ein bestimmtes Stundenkontingent gemäß der Schüler-Lehrer-Realtion der entsprechenden Förderschule zuerkannt. Die Stundenkontingente aller Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden addiert und in Relation zur Unterrichtsverpflichtung der an der Schule tätigen sonderpädagogischen Fachkräfte gesetzt (28 Stunden pro Fachkraft bei einer vollen Stelle). Je nach Anzahl der einzelnen Förderschwerpunkte können einer sonderpädagogischen Fachkraft mit 28 Stunden Unterrichtsverpflichtung max. 10 Kinder zugeordnet werden.
An der Herseler-Werth-Schule arbeiten inzwischen drei sonderpädagogische Fachkräfte mit einem Gesamtunterrichtsdeputat von 68 Stunden (16+24+28). Daraus ergibt sich eine Aufnahmekapazität von ca. 24 Kindern. Diese Zahl ist derzeit nicht erreicht.

Ist von Kapazitätsengpässen auszugehen, gilt nachfolgende Rangordnung:

Rangplatz 1:
Kinder, die bereits die Herseler-Werth-Schule besuchen, deren Förderbedarf aber erst im Verlauf der Grundschulzeit festgestellt wurde.

Rangplatz 2:
Schulneulinge, die im Einzugsbereich der Schule wohnen.

Rangplatz 3:
Kinder aus anderen Schulbezirken (z.B. in Waldorf oder aber auch in Bonn), deren Schwester oder Bruder die Herseler-Werth-Schule bereits besuchen.

Rangplatz 4:
Kinder aus den anderen Ortschaften Bornheims

Rangplatz 5:
Kinder, die in einer anderen Stadt wohnen (z.B. in Bonn) und deren Schulträger sich schriftlich bereit erklärt, evtl. Fahrtkosten zu tragen.

Über die Aufnahme entscheidet der Schulleiter entsprechend der Rangliste und den zur Verfügung stehenden Plätzen sowie der Schulträger Stadt Bornheim im Falle eines möglichen Fahrtkostenanspruches.

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