Grundschule Bornheim-Hersel

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Sozialverhalten

Anfang des Jahres 2013 hat sich das Kollegium der Herseler Werth Schule gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen der OGS und der Mittagsbetreuung zu einer 1½ tägigen Fortbildung außerhalb der Schule im Haus der Lehrerfortbildung in Kronenburg getroffen.

Mit der Moderatorin Frau Bialas hatten wir eine überaus fachkundige Referentin zu dem gewählten Thema: Umgang mit „schwierigen Kindern“. Frau Bialas ist seit 16 Jahren Schulleiterin einer Schule für Kinder und Jugendliche mit dem Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich und als Referentin zu diesem Thema sehr gefragt.

Ausgehend von den Beobachtungen und Erfahrungen der letzten Jahre war es den Lehrer/innen und pädagogischen Mitarbeiterinnen ein Bedürfnis, sich mit diesem Thema intensiv zu befassen. Immer häufiger kommen Kinder zu uns in die Schule, die sich schwer tun:

  • vereinbarte Regeln zu akzeptieren und diese einzuhalten
  • altersentsprechend dem Unterricht zu folgen und zu beteiligen
  • Rücksicht auf andere Kinder zu nehmen
  • angemessenes Verhalten Erwachsenen gegenüber zu zeigen
  • verantwortungsvoll mit bereitgestellten Materialien umzugehen

Dies führt immer häufiger zu Störungen im Unterricht, zu Konflikten im Klassenraum und auf dem Schulhof.

Allen gemeinsam ist es ein Anliegen, hier ein Konzept zu entwickeln, um diese Problematik anzugehen und Lösungen zu finden.

Das Programm dieser anderthalb Tage startete mit einem Vortrag über die körperliche, geistige und psychosoziale Entwicklung von Kindern.

Aus der Erkenntnis, dass es immer häufiger Kinder gibt, die aus sehr unterschiedlichen Gründen in ihrer psychosozialen Entwicklung nicht altersgemäß entwickelt sind, wurde in den 1990er Jahren in Deutschland ein amerikanisches Verfahren weiterentwickelt, mit dem der psychische Reifegrad eines Kindes erfasst werden kann.

Das Kennenlernen und der Einsatz dieses „ELDIB“ (Entwicklung-Lernziel-Diagnose-Bogen) war ein weiterer Baustein unserer Fortbildung.

Ziel des ELDIB – Einsatzes ist es, angemessene Verhaltensweisen aufzubauen und zu stärken. Im Falle von Verhaltensverzögerungen sollen Möglichkeiten gefunden werden, nicht sicher beherrschte Verhaltensweisen systematisch anzubahnen und so eine Kompensation der Entwicklungsverzögerung langfristig zu erreichen.

Nach intensiven Diskussionen und der Besprechung von Fallbeispielen wurden Überlegungen angestellt und Vereinbarungen getroffen, wie wir an unserer Schule mit den gewonnenen Erkenntnissen weiter arbeiten wollen.

Während der Fortbildung und im Nachgang haben wir deshalb folgende Bereiche bearbeitet und zum Teil schon umgesetzt:

  • Regeln und Absprachen sind klar und eindeutig und gelten einheitlich für alle (Schulregeln, Klassenregeln, Toilettenregeln) Bei Nichteinhaltung gibt es klar formulierte Konsequenzen
  • Zusätzliche Pausenaufsicht im Forum für Kinder, die im Unterricht nicht mitgearbeitet haben und deshalb Aufgaben nacharbeiten müssen, bzw. für Kinder, die wegen nicht Einhaltung der Pausenregeln sich nicht auf dem Schulhof aufhalten dürfen.
  • Zur Verminderung von Konflikten auf dem Schulhof gibt es ab Oktober die Möglichkeit der Ausleihe von Spielgeräten in der Pause
  • Formulierung von kindgerechten Zielen mit fortlaufender Rückmeldung an das jeweilige Kind


Da dieser ganze Themenbereich sehr weitreichend und vielschichtig ist und einen Prozess darstellt, der immer weiter entwickelt und überprüft werden muss, bleibt es auch weiterhin ein Bestandteil der Konferenzen. Auch die nächste außerschulische pädagogische Fortbildung soll hier noch weitere Impulse bringen.

Vertiefend wollen wir uns noch mit den Punkten „Pädagogische Geschlossenheit“ und  „Classroom Management“ beschäftigen und auf die Bedürfnisse unserer Schulgemeinschaft abstimmen.

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