Grundschule Bornheim-Hersel

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Stadtjugendring Bornheim

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Elternbeteiligung

Elternbeteiligung ausdrücklich erwünscht!

von Sabine Gomm

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als unser Sohn vor drei Jahren in die erste Klasse kam und der Schulalltag für uns neu und aufregend, irgendwie aber auch unübersichtlich war. Auf dem ersten Elternabend kurz nach Schulbeginn stand die Wahl der Elternvertreter für jede Klasse an, und ich fragte mich: was macht eigentlich ein/e Elternvertreter/in? Wie kann ich meine Ideen einbringen? Und was im Himmel ist die Schulkonferenz? Für alle diejenigen, die mit ihrem Kind neu an der Herseler-Werth-Schule sind und denen wie mir damals noch ein wenig der Überblick fehlt, möchte ich gerne im Folgenden die wichtigsten Gremien, in denen sich Eltern an unserer Schule engagieren können, sowie weitere Möglichkeiten der Mitwirkung vorstellen. Vielleicht ergibt sich ja die eine oder andere Idee, wie Sie mit Rat und Tat den Schulalltag bereichern können. Denn eines sei vorweggenommen: die Schulgemeinschaft profitiert von der Unterstützung und dem Einsatz der Eltern, die Mitwirkung der Eltern ist ausdrücklich erwünscht!
Gremien an der Herseler Werth-Schule

Die formale Mitwirkung der Eltern an der Herseler-Werth-Schule wird durch das Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen geregelt, das seit 2005 gültig ist und 2006 geändert wurde (nachzulesen übrigens unter: www.schulministerium.nrw.de). In der Praxis sieht sie folgendermaßen aus:

Zunächst einmal wird in jeder Klasse zu Beginn des neuen Schuljahres ein Elternabend durchgeführt. Hier wählt die Klassenpflegschaft – d.h. die Eltern der Schüler/innen einer Klasse – eine/n Vorsitzende/n und eine/n Stellvertreter/in. Deren Aufgabe ist es beispielsweise, klassenbezogene Aktivitäten (z.B. Klassenfeste, Elternabende) zu koordinieren und die Interessen der Klassenpflegschaft zu vertreten. Die Klassenpflegschaftsvorsitzenden sind zudem automatisch Mitglied der Schulpflegschaft. D.h. an unserer Schule besteht die Schulpflegschaft aus 24 Personen, nämlich jeweils zwei Vertretern aus jeder Klasse. An den Sitzungen der Schulpflegschaft nehmen üblicherweise auch die Schulleitung sowie eine Vertreterin der Offenen Ganztagsschule (OGS)/Übermittagsbetreuung teil. Die Schulpflegschaft vertritt die Interessen der Eltern bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule. Sie berät über alle wichtigen und aktuellen Angelegenheiten der Schule (z.B. Baufortschritt, Einführung von Kopfnoten), sie koordiniert aber auch die Organisation von Schulfesten (z.B. Sommerfest oder Weihnachtsbasar). Schließlich wählt die Schulpflegschaft eine/n Schulpflegschaftsvorsitzende/n + Stellvertreter/in. Neu ist, dass demnächst die/der Vorsitzende der Schulpflegschaft nicht aus dem Kreise der Klassenpflegschaftsvorsitzenden und deren Vertreter gewählt werden muss, sondern nur Mitglied der Schulgemeinschaft sein muss.

Die Schulpflegschaft wählt zudem sechs Elternvertreter für die Teilnahme an der Schulkonferenz aus. Die Schulkonferenz ist das höchste Entscheidungsgremium der Schule. Ihre Aufgaben sind beispielsweise die Entscheidung über anzuschaffende bzw. einzusetzende Schulbücher, die Festlegung der beweglichen Feiertage oder die Entscheidung über die Erprobung neuer Unterrichtsformen. Die Schulkonferenz an der Herseler-Werth-Schule hat 12 Mitglieder; sie setzt sich paritätisch aus sechs Eltern und sechs Lehrer/innen zusammen. Die Schulleitung führt den Vorsitz in der Schulkonferenz, hat aber kein Stimmrecht. Ausnahme: bei Stimmengleichheit hat die Schulleitung ausschlaggebendes Wahlrecht.

Übrigens: die Ergebnisse der Sitzungen von Schulpflegschaft und Schulkonferenz werden protokolliert und sind unter der Homepage unserer Schule nachzulesen. Hier erhält man einen Überblick, welche Themen derzeit aktuell sind und wie der Diskussions- bzw. Arbeitsstand bei ausgewählten Themen ist.

Weitere Gremien, in denen Lehrer- und Elternschaft gemeinsam an unterschiedlichen „Baustellen“ arbeiten, sind beispielsweise der Bauausschuss – dieser überwacht den Baufortschritt an unserer Schule und sorgt für stete Kommunikation mit der Stadt Bornheim – sowie der Steuerungskreis für Qualität, der sich derzeit mit dem Thema Kopfnoten auseinandersetzt.

Neben der Mitwirkung in den dargestellten Gremien gibt es aber auch zahlreiche weitere Möglichkeiten, sich an unserer Schule zu engagieren. So leben die verschiedenen Schulfeste – in Kürze steht beispielsweise der Weihnachtsbasar an – u.a. von einer hohen Elternbeteiligung; Speisen (Kuchen, Salate oder Ähnliches) werden zubereitet und gespendet, Verkaufsstände müssen betreut, Stände auf- und abgebaut werden. Hier gilt der Grundsatz: je mehr helfende Hände, desto vielfältiger und interessanter das Angebot. Weitere regelmäßige Schulaktivitäten, an denen Elternbeteiligung rege nachgefragt wird, sind beispielsweise das Sportfest sowie die zweimal im Jahr stattfindende Pflege der Garten- bzw. Schulanlage. Auch bei der alle zwei Jahre stattfindenden Projektwoche sind Ideen bzw. Projekte, die von Eltern übernommen werden, sehr willkommen. Zuletzt sei die „Umzugsaktion“ erwähnt, die in diesem Sommer mit der Beteiligung von vielen Eltern und Lehrern stattfand und die dafür gesorgt hat, dass wir nun in allen Klassenzimmern relativ hochwertige Möbel zur Verfügung haben.

Die Liste der oben aufgeführten Aktivitäten mit Elternbeteiligung an der Herseler- Werth-Schule erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, eigenen Ideen zur Mitwirkung in unserer Schule sind keine Grenzen gesetzt. Sprechen Sie mit Ihrer Klassenlehrerin oder Ihrer Klassenpflegschaft, viele Ideen (z.B. „Vorlese-Mütter“) werden gerne aufgenommen. Und vielleicht verspüren Sie Lust, sich bei der einen oder anderen Gelegenheit zu engagieren? Gerne auch hier im „Rheinblick“, mit einem Beitrag oder als Mitglied der Redaktion? Sie sind herzlich willkommen, Ansprechpartnerinnen s. Impressum.

(verfasst im November 2007)

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