Sämann

Das Bild auf der rechten Seite zeigt einen Sämann und erinnert an die Gleichnisse vom Sämann im Matthäus-Evangelium (Mt 13,3-9,18-23) und im Markus-Evangelium (Mk 4,326).

 

 

Wir sehen einen Landwirt in der Kleidung der fünfziger Jahre, der mit der Hand Getreidekörner aussät. Er wird behindert von bösen Geistern, die ihn an den Beinen festhalten, aber beschützt von guten Geistern mit Flügeln. Links neben dem Sämann steht eine dunkle Gestalt mit angedeuteten Teufelshörnern, die auch Samenkörner ausstreut. Diese Gestalt erinnert an das Gleichnis vom Unkraut, das der böse Feind des Sämanns in den Weizen gesät hat. Die Landschaft und die symbolhaften Gestalten der guten und der bösen Geister sind im Stil des abstrakten Expressionismus gehalten, während der Sämann realistisch gemalt ist.

Realistisch ist auch das schöne Bild vom damals von Bäumen und Sträuchern noch freien Herseler Rheinufer in der linken Ecke des Wandgemäldes. Man sieht einen Herseler Schäfer, an den sich noch manche Herseler sicher erinnern, mit seinem Hund und zwei Schafen, der am Ufer steht und weit über den Rhein schaut, wo ein Frachtschiff in der damals üblichen Art stromaufwärts fährt.

Mit dem Bild vom Sämann hat Peter Hecker die Gleichnisse vom Sämann aus dem Neuen Testament an die Gegenwart herangerückt und in die Landschaft von Hersel am Rhein gebracht.

guetesiegel